10/27/2009

American Food Crises

(das wär übrigens auch ein guter Titel für einen Film...)

Es ist offiziell soweit, ich sage, was wir vermutlich alle schon gedacht haben (besonders die unter uns, die nicht kochen können): ich hasse amerikanisches Essen! Oder besser: ich hasse die Auswahl an Essen, die es in Amerika gibt. Ich meine, ich habe schon über das Brot lamentiert (oft, das ging soweit, dass ich meine Mutter am Sonntag am Telefon gebeten habe, mir zum Geburztag Brot zu schicken, ja, ich bin verzweifelt), aber im Grunde, hört es da ja nicht auf. Ich habe ein wirkliches Frühstücks-Problem (heute gab es einen ekligen Power-Bar mit Apfel-Zimt-Geschmack, der etwas Kaugummi-artiges hatte, aber aussah, wie etwas, das man aus schon mal Gegessenem zusammengedrückt hat - und ich habe immer noch einen davon in meinem Rucksack urgh...).

Ich habe den ersten Monat hier jeden Morgen Cornflakes gegessen - und werde das vermutlich auch wieder aufnehmen - und dachte irgendwann: genug, ich kann ja nicht den Rest meines Lebens Angst vor amerikanischem Brot haben. Also habe ich mir Brot gekauft und was drauf und es war eklig und seitdem versuche ich, etwas Leckeres zum Frühstück zu finden, das nicht Cornflakes ist. Ich habe mir am Samstag Kaiser-Brötchen von Walmart mitgebracht... die waren okay, nicht wie unsere Brötchen, klar, aber nicht völlig eklig (obwohl die Portionierungen hier für eine Person auch irgendwie nicht funktionieren... ich habe also noch zwei von diesen Brötchen...). Aber es gab auch schon Morgende (oder Vormittage, je nachdem, wann man halt aufsteht) da habe ich M&Ms gegessen...

Dann habe ich auch ein Lunch-Problem. Und ein Dinner-Problem (gestern gabs eine Packung Pringels... und das war auch der Moment, an dem meine Krise begann). Die meiste Zeit esse ich die amerikanische Version von Bistro-Baguette... ist leider so.

Ich habe mir also heute - weil mein Magen noch wegen der Pringels von gestern sauer ist - PB&J (Erdnussbutter und Marmelade) Sandwich gekauft... und Erdnussbutter ist wirklich nichts, was du zwischen den Zähnen kleben haben willst... eklig! Bin ich so empfindlich? Keine Ahnung, aber ich hätte derzeit echt Lust auf eine Dose Maggi Ravioli (die haben hier auch Ravioli, aber in winzigen Dosen) oder Labskaus... ich hätte gern mal wieder Muuskartoffeln mit Ei... oder... im Moment klingt sogar Putenbrust gut, y'know...

ach, keine Ahnung... vielleicht nehme ich mir demnächst mal etwas Zeit und lerne kochen... oder ich esse von nun an nur noch in Restaurants... oder... es gibt kein oder, oder? Ich finde es einfach deprimierend, dass ich Zeit für etwas aufbringen muss, das so banal ist wie: was esse ich heute?

Guten Hunger...

3 comments:

  1. Frühstück: Pancakes mit Sirup (ganz einfach mit ner backmischung) oder Bagels mit Cream cheese!!!
    Lunch: Ein bisschen Gemüse schneiden, zwiebeln in ner pfanne anrösten und dann den Rest dazu, salz pfeffer und n bisschen chilli drauf. dann in einen Tortilla einrollen und fertig ist der Burrito, total simpel, aber sehr, sehr lecker und gesund!
    Dinner: Spaghetti kochen, zwiebeln in ner pfanne anbraten, tomaten und oliven dazu, fertig gekochte nudeln mit in die Pfanne und ein wenig käse obendrüber. Das leckerste das es gibt!!!

    Das ist nichtmal richtig kochen...und dauert nicht länger als ne TK-Pizza ;-)

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  2. also das einzige was mir im moment so'n bissel fehlt ist ein richtig schönes hackepeterbrötchen :)

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  3. Orrrrr! Hackepeter! Das hatte ich schon total vergessen!

    Heute hat mich der Vorsitzende des Politikdepartments der Duke University bemitleidet, weil es hier kein echtes Brot gibt. Er hat das letzte Semester in Erlangen verbracht und kommt immer noch nicht darüber hinweg.

    Ich esse jeden Tag Nudeln mit selbstgemachter Soße. Zum Frühstück gibts eigentlich immer Cornflakes mit 0% Milch und zum Mittag meistens Salat.

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