Ich wollte euch doch noch von Walmart erzählen...
Ich war noch nie in Walmart in Deutschland, deswegen habe ich nicht so wirklich Vergleichsmöglichkeiten, aber hier ist es riesig, gigantisch... gruselig.
Also, da wo ich wohne ja zur Uni gehört (wenn ihr meine Adresse haben wollt, dürft ihr mich gern anschreiben), kommt hier jeden Samstag ein Tulane-Shuttle vorbei (mehrmals am Tag) und bringt willige zu Walmart oder Whole Food, oder ner Mall, ich glaube, die heißt Lakeview (bin ich aber noch nicht gewesen). Das Shuttle hält an mehreren Haltestellen auf dem Campus und bringt die Leute dann dahin, so auch hier. Also dachte ich, gute Sache, das, ich kann nicht Alles, was ich brauche (vor allem Sachen für den Hausstand) bei Walgreens kaufen. Walgreens ist das nächstgelegene Kaufhaus hier, eher so wie Mini-Mal (ja, ich weiß Mini-Mal heißt jetzt Rewe). Walgreens ist allerdings eher eine Kette für Pharmazeutika, oder Pharmaka, der halt auch viel anderes hat.
Nun, ich also ins Shuttle und bei Walmart vorgefahren. Okay, soweit. Ich hatte keinen Zettel gemacht, denn eigentlich wusste ich ja, was ich wollte... Tja, und dann fing ich an, durch die Regale zu rennen wie bekloppt. Ich war wirklich in jedem Gang und mir wurde schon ganz schwindelig als ich zum Kinderspielzeug kam... und ich hatte noch nichts gefunden, was ich brauchte... anstrengend, sage ich euch. Ich habe am Ende ein paar Lebensmittel gekauft, aber es war nicht wirklich ein lohnenswerter Ausflug.
Als ich also wieder zu Hause war, habe ich geschworen, da nicht so schnell wieder hinzugehen, denn ich war immer noch beduselt.
Naja, ich bin gestern wieder dort gewesen und habe mir vorher eine Liste gemacht. Habe dann auch einige Sachen gefunden (leider immer noch keine Wolldecke, ich schlafe derzeit mit meinem Bettüberzug) und kam dann einige Minuten zu spät aus dem Laden für das Shuttle. Mich hat dann glücklicherweise einer der Hausmeister (oder vielleicht repariert er hier auch nur Sachen, er hat nämlich unsere Waschmaschine repariert) mit seiner Familie mitgenommen. Das war sehr nett, aber die Amis sind da eher schmerzlos in solchen Dingen.
Oh, ich habe mir eine Armbanduhr gekauft (für 10 Dollar). Denn es ist unglaublich, wie verloren man hier ohne Uhr ist. Ich habe ja mein Ladegerät für mein Handy nicht mitgenommen, weil ich dachte, das Handy kann ich hier sowieso nicht benutzen... tja, aber mit öffentlichen Uhren ist hier Mau und in der Uni gibt es auch kaum Uhren. Und beim Einkaufen schon gar nicht, weil die wollen die Leute ja so lange wie möglich festhalten, wer keine Uhr hat, kauft anscheinend länger... na ja, jetzt bin ich also ausgestattet mit einer Uhr, einem Kopfkissen, an das ich mich erst gewöhnen muss, und ner neuen Trainingshose, damit ich langsam anfangen kann, im Fitness-Raum Sport zu machen..
New Orleans ist übrigens ein Dorf. Ich habe jetzt schon wiederholt Leute einfach auf der Straße getroffen, die ich kannte. Gestern abend bin ich noch ein bisschen spazieren gegangen, weil ich fast den ganzen Tag drin war und erst habe ich Francine (die arbeitet im Hostel) getroffen und wir haben uns ein bisschen unterhalten und dann habe ich noch drei meiner Mitkommolitonen getroffen (auch internationale Studenten)... war schon ulkig. Aber das liegt vermutlich daran, dass sich Alles so sehr auf Canal Street konzentriert. Dort ist das Leben, sozusagen.
Well, so far.
Ich hoffe, euch geht es gut.
9/13/2009
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