Hey, ihr Freunde der gesitteten Unterhaltung... sorry, ich habe euch verwechselt.
Lasst uns heute mal über Geld reden. Keine Sorge, ich fange jetzt nicht wieder an zu lamentieren, wie wenig ich davon habe. Ich wollte mit euch über amerikanisches Geld reden. Das ist nämlich ein bisschen eigenartig hier...
Kleingeld: es gibt ein Cent, fünf Cent, einen Dime, und den Quarter - folgerichtig 25 Cent. Euch ist schon aufgefallen, dass der Dime da irgendwie rausschlägt (und ich glaube, 1 Cent wird hier Nickel genannt... aber sicher bin ich nicht). Als ich also mein erstes Mal Kleingeld rausbekommen habe, habe ich mir diese lustigen Münzen angeguckt und mich gefragt: Was, zum Henker, ist ein Dime? Denn das steht da auch tatsächlich drauf, aber kein Anweisung, wie viel das ist. Ein weiteres Problem ist, dass der Dime kleiner ist als das Cent-Stück, aber man kann sich selbst im Land des unbegrenzten Schwachsinns nicht vorstellen, dass sie hier eine Münze haben sollen, die kleiner ist als ein Cent. Ich habe also gefragt (das war noch während ich im Hostel gewohnt habe): Ein Dime sind zehn Cent war die Antwort und ihr Bruder hat sie früher immer in die Pfanne gehauen, weil er Dimes in Nickels und Fünfer umgetauscht hat. Cleverle.
Diese Problem haben wir also gelöst gehabt.
Aber was ich wirklich eigenartig finde, ist der Ein-Dollar-Schein (und die Tatsache, dass sie keine Fünfzig-Cent-Münzen haben). Ich verstehe den Sinn der Einteilungen hier nicht wirklich. Ich meine, für das Street-Car macht es Sinn, du bezahlt 1,25 für eine Fahrt und am besten geht das mit nem Dollar und nem Quarter (oder fünf Quartern) und du kommst hier eigentlich nie in die Verlegenheit keinen Dollar zu haben, da der nächstgrößte Schein ja erst der Fünfer (Abe Lincoln; der heißt nicht so, der ist nur drauf) ist. Aber der Ein-Dollar-Schein wurde ja nicht fürs Street-Car erfunden... wirklich eigenartig, dieser Schein. Man stelle sich vor, wir hätten einen Ein-Euro-Schein (alternativ auch einen Eine-Mark-Schein). Allerdings fand ich die Einführung des 20-Cent-Stücks bei uns auch eigenartig!
Oh, und noch etwas: ich habe letztens mal über 300 Dollar abgehoben (für meine Miete, die musste ich auf mein neues Konto hier einzahlen) und der größte Schein, der aus dem Automaten kam, waren 20er. 50er und 100er sind hier offensichtlich reserviert für Drogendealer und Leute, die für andere Leute Lösegeld bezahlen müssen, keine Ahnung.
Nun, ich habe häufig das Gefühl, dass ich mein meistes Geld für Bücher ausgebe... Bücher für die Uni wohlgemerkt. Ich habe noch nicht ein Wort in einem Buch gelesen, dass nicht für die Uni war. Aber die Bücher sind interessant - zumindest bis jetzt, bis Donnerstag muss ich Henry James lesen, also ändert sich das wohl jetzt - also beschwer ich mich nicht.
Ich habe manchmal das Gefühl beim Einkaufen sehr viel Geld auszugeben, aber wenn man es umrechnet, dann ist es natürlich weniger, als man gedacht hat. Dinge sind hier eigentlich nicht soo teuer... glaube ich. Ich bin mir nie sicher, ich habe irgendwie kein Konzept, wie viel Geld ich tatsächlich für Essen, oder Bücher, oder Reinigungsmittel ausgebe... Mir fehlen allerdings deutsche Taschentücher - die hier werden Facial Tissues genannt und sind nur zweilagig. Aber das Sub ist hier billiger. Ich bezahle für ein 1-Foot-Subway 5,45 $... das ist ein großes Sub mit Roasted Chicken Breast für euch. Das ist cool... und das esse ich häufig. Subway ist nämlich hier gleich gegenüber. *g*
Grüße aus NOLA
9/21/2009
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hihi,
ReplyDeleteich geh auch oft zu Subways, das ist hier echt überall und wirklich nicht teuer :-)
Und auch über das Geld fluche ich immer wieder... diese kleinen Dimes sind echt eigenartig. Jedes mal wenn ich mein Kleingeld für den Bus rauskrame verzweifel ich fast...
lg aus sunny Santa Barbara :-)
ihr seid süß :)
ReplyDeleteein nickel ist übrigens ein 5 cent stück. da du das aber vor über einer woche gepostet hast, nehme ich an, dass du das inzwischen weißt.
ansonsten könnte ich einfach unter jeden deiner posts schreiben, dass ich deinen blog liebe. er ist glaub ich viel unterhaltsamer als mein profanes geschriebs. jedenfalls kann ich immer herzlich lachen und versuchen mir vorzustellen, wie es bei dir so ist.
du solltest wirklich eine karriere als blogger in betracht ziehen. oder wenigstens einen nebenjob. aber tu es!