11/15/2009

Following up on Abu Ghraib

Ja, ich weiß, ich hab gesagt, ich würde etwas über das Basketball-Spiel schreiben, das ich gesehen habe... aber ich bin schon wieder in Abu Ghraib, weil ich Dienstag einen Essay in dem Gender-Kurs abgeben muss, in dem wir den Text gelesen haben.

Ich bin mir nicht sicher, habe ich erwähnt, dass wir in dem Kurs an dem Tag einen Teil einer Dokumentation gesehen haben? Nun, wir haben "Standard Operating Procedure" eine Weile geguckt - nicht das ganze Ding, weil es doch eher lang ist. Nun, da ich in meinem Essay diesen Film als Quelle angeben wollte und nicht mehr wusste, wie der Titel war, habe ich noch einmal in den Syllabus geschaut und dort den Titel "Ghosts of Abu Ghraib" gefunden. Ich dachte, okay, googlest du mal und dann hast du auch Quellenangaben für den Film. Ich kam auf imdb.com - wie das dann meist so ist - und habe mir die Ausschnitte nochmal angeschaut und gemerkt, dass das nicht der Film war, den wir gesehen haben. Auf Google-Video habe ich mir diesen Film also nochmal angeschaut.

Was ist interessant daran, zwei Dokumentationen über das selbe Thema zu gucken? Nun, ich habe erwähnt, dass ich im Kurs das Gefühl hatte, dass "Amerika" nicht die Verantwortung übernimmt für die Verbrechen, die sie begeht. In "Standard Operating Procedure" wird der Standpunkt vertreten, dass die Folterungen, die geschahen, mehr die Schuld der ungeschulten MPs waren, als die der Befehlshaber, die Folterungen genehmigt haben. Sprich, man hatte das Gefühl, dass die Sache außer Kontrolle geriet. "Ghosts of Abu Ghraib" hingegen klagt die Leute an, die die Befehle gegeben haben - rauf bis auf die oberste Stelle. George W. Bush spielt dort eine Rolle, aber vor allem Rumsfeld wird ziemlich harsch angegriffen. Dann Miller, der aus Guantanamo kam, weil Rumsfeld frustriert war, weil er keine nützlichen Informationen aus Abu Ghraib bekam... ich finde interessant, dass sich die Agenda der beiden Dokus so unterscheidet. Und dass wir die geguckt haben, die den Soldaten mehr Schuld gibt und Rumsfeld nur kurz erwähnt und Miller nur kurz erwähnt ohne zu sagen: hey, der Typ war in Guantanamo bevor er das Kommando über Abu Ghraib übernahm. Ich nehme einfach mal an, dass wir "Standard Operating Procedure" geguckt haben, weil die Doku von 2008 ist, während "Ghosts of Abu Ghraib" von 2007 ist. Außerdem ist Lynndie England in "SOP" und nicht in "GoAG," vermutlich weil sie 2007 noch im Gefängnis war.

Trotzdem, es macht mich stutzig. Natürlich kann es sein, dass ich falsch liege, wie gesagt, wir haben "SOP" nicht zu Ende gesehen. Es kann sein, dass sie in der zweiten Hälfte des Films auch noch mit dem Finger auf die Bush Administration gezeigt haben und gesagt haben: so geht's aber nicht. Aber ich hatte von dem Teil, den wir gesehen habe, doch eher das Gefühl: diese bösen Soldaten mit ihren persönlichen Agendas, die konnten das bisschen Macht, das sie da hatten, einfach nicht vertragen.

Ich bin mir nicht mehr sicher, wie ich den Essay jetzt angehen werde. Es wäre sicher interessant zu sehen, wie meine Dozentin auf diesen Unterschied reagiert... aber an sich habe ich ein gutes Gefühl für das Thema, das ich mir ausgesucht habe: "Osama bin Laden has a small penis" - On War and Phallocentrism.
Guter Titel, ich weiß. Der erste Titel ist übrigens der ursprüngliche Titel einer South Park - Folde, die sie dann "Osama bin Laden has farty pants" genannt haben... naja, ich muss da jetzt durch.

Ich hoffe, euer Wochenende ist wenigstens entspannt... ich muss "nur" zwei Essays schreiben und mich auf einen Test vorbereiten... und ich will gar nicht darüber nachdenken, dass ich nur noch vier Wochen habe, um drei paper zu recherchieren und zu schreiben... ich beschwere mich nicht, nein... oooohhhhh, ich bin soooo müde! *g*

Hey, ich hab Samstag Geburtstag!!! *tröööööööt*

No comments:

Post a Comment