12/06/2009

study period vs. study break

Okay, ich versuche mich also auf meine verschiedenen papers und exams zu konzentrieren. Dieses Wochenende ist als Study Period im Syllabus der Uni eingetragen... und ich habe wirklich reichlich zu tun. Näxte Woche bis zum 15. sind finals - also alles fertig machen, abgeben, the works.

Und gerade bekomme ich eine mail: eine Einladung zu einer Study Break, also "Mach mal 'ne Pause." Das ist irgendwie lustig. Ich meine, klar, wir sollen uns ja nicht überarbeiten. Aber es ist irgendwie auch typisch amerikanisch: erst geben sie dir hammerviel zu tun und dann laden sie dich zu Abschlussparties und Study Breaks ein als würden sie die ganze Arbeit nicht wirklich ernst nehmen... vielleicht nehmen sie auch nur unsere Arbeit nicht ernst, who knows.

Ich habe heute mal ein paar Sachen geordnet und herausgefunden, dass ich tatsächlich schon viel Krams für meine B.A.-Arbeit zusammen habe. Vielleicht schaffe ich ja in den näxten vier Monaten ein bisschen was davon zu lesen... Ansonsten, Bücher über Bücher, alles interessant und natürlich viel zu viel, um alles zu lesen. Also liest du nur die Introduction, muss reichen! Wild, wirklich.

Wir waren gestern übrigens auf unserer Stadttour von unserem Literary New Orleans-Kurs. Ich fands ein bisschen enttäuschend, dass wir im Grunde nur im Shuttle gesessen sind und nur einmal ausgestiegen sind (auf einem Friedhof). Ich meine, es war aufregend zu sehen, wie viele Dinge auch geographisch zusammenhängen (und wo John Goodman wohnt), und ich habe ein paar Ideen für meine eigenen "letzten Tage in NOLA" bekommen... aber schade, dass ich nicht schon ein paar Bilder machen konnte. Prof. Johson hat uns dann auch erzählt, wie er einen Abend mit einer Waffe bedroht wurde und dann in Ohnmacht gefallen ist und der Typ ihn ausgeräumt hat... wir haben viel gesehen, dass wirklich schwer überflutet war während Katrina, und wie viele Häuser tatsächlich einfach zugenagelt sind... einige von Johnson's Lieblingsbars (auch nur von draußen...). Und Fats Domino's Haus, wo er während Katrina war. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht mal wusste, dass er noch am Leben ist...

Der Friedhof den wir uns näher angesehen haben, war ein Schwarzenfriedhof (Segregation in Reinkultur, würde ich sagen). Es gab ein Denkmal für die Soldaten des 1. Weltkriegs, Buddy Bolden ist dort beerdigt (der war einer der ersten und wohl auch besten Jazz-Musiker und ist verrückt geworden), viele Gräber sehen ziemlich schlimm aus. Johnson hat uns vorgewarnt, dass wir vielleicht auch Bones (wie war noch gleich das deutsch Wort... ich komm nicht drauf) sehen könnten (oh, Knochen), aber habe ich nicht. Die Erde wird wohl stark aufgewühlt bei Regenfällen, schließlich war das alles mal Sumpf. Wir haben etwas gesehen, was ein Huren-Massengrab sein könnte. Da sind nämlich so an die 10 Frauen beerdigt... das war interessant. Ich mag Friedhöfe und werde mir wenigstens noch zwei von den berühmten ansehen, die immer in Filmen gezeigt werden, die mit den großen Krypten (heißen die so?) drauf... das wird noch interessant. Was schade war auf diesem Friedhof, dass man auch viel Vandalismus gesehen hat, Bierdosen, Zäune um Gräber, die zerstört wurden, solche Sachen... so viel zu Respekt vor den Toten. Right.

Ich werde euch also berichten.
Happy Nickolausi

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